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Laufende Forschungsprojekte

Die spezifische Struktur Liechtensteins als Kleinstvolkswirtschaft

"Country size matters", zu dieser Überzeugung kommen immer mehr Ökonomen. Dennoch konnte in der Fachwelt bisher keine abschliessende Antwort darauf gegeben werden, welcher Zusammenhang zwischen der Grösse eines Landes und dessen wirtschaftlichen Erfolg besteht. Vorliegende Untersuchungen in der Literatur geben zwar Anhaltspunkte, lassen jedoch keine eindeutigen Schlussfolgerungen zu.

Im Rahmen des Forschungsprojekts soll am Beispiel Liechtensteins die spezifische Struktur von Kleinstvolkswirtschaften und mögliche Grössenvor- bzw. -nachteile herausgearbeitet werden. Die Forschungsergebnisse sollen auch die Grundlage wirtschaftspolitischer Empfehlungen bilden.

Das Projekt gliedert sich inhaltlich in die drei Schwerpunktbereiche:

  • Kleinheit, Offenheit und die Auswirkungen der Integration auf dem Arbeitsmarkt,

  • Kleinheit, Wachstum und regionale Konvergenz sowie

  • Kosten der Kleinheit im öffentlichen Sektor.
     

Projektzeitraum: 1. Oktober 2008 bis 30. September 2011

Art des Projektes: Drittmittelforschung

Projektbearbeiter: Kersten Kellermann, Carsten-Henning Schlag

Finanzielle Projektunterstützung durch

 

Rückrechnung, Schätzung und Prognose von volkswirtschaftlichen Kennziffern
für die Liechtensteiner Volkswirtschaft

Im Fürstentum Liechtenstein wurde die Berechnung des Bruttoinlandprodukts (BIP) im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Liechtenstein (VGR FL) erstmals 1998 durchgeführt. Die Ermittlung einzelner volkswirtschaftlicher Grössen für das Fürstentum Liechtenstein hat jedoch eine längere Tradition. Die früheste, bekannte Schätzung des liechtensteinischen Volkseinkommens geht auf das Jahr 1942 zurück. In den nachfolgenden Jahrzehnten wurden volkswirtschaftliche Grössen nur in unregelmässigen Zeitabständen ermittelt.

Im Rahmen des Dissertationsprojektes soll eine historische Rückschätzung wichtiger nationaler volkswirtschaftlicher Aggregate Liechtensteins (BIP, BNE, Volkseinkommen) vorgenommen werden. In einem nachfolgenden Schritt wird ein Instrument zur BIP-Quartalsschätzung entwickelt. Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, eine ökonometrische Untersuchung der Liechtensteiner Wirtschaftsentwicklung in den letzten 50 Jahren unter wachstums- und konjunkturanalytischen Aspekten durchzuführen. Aufbauend darauf sollen zeitreihenanalytische Methoden zur Prognose des liechtensteinischen BIP, welche bereits bestehende Methoden ergänzen sollen, zur Anwendung kommen.
 

Projektzeitraum: Ende 2007 bis 2010

Art des Projektes: Dissertationsprojekt an der Universität Wien (Erstbetreuer: Prof. Dr. Robert Kunst, Universität Wien; Zweitbetreuer: Prof. Dr. Carsten-Henning Schlag, Hochschule Liechtenstein)

Projektbearbeiter: Andreas Brunhart

Finanzielle Projektunterstützung durch

  • Co-Betreuung durch Prof. Dr. Carsten-Henning Schlag
  • Private Mittel des Dissertanten
     

 

Aufbau eines Modells zur Erstellung der Prognose für die konjunkturelle Entwicklung in Liechtenstein

Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt der KOFL liegt auf der Konjunkturprognose, d.h. der Prognose kurzfristiger Wachstums- und Beschäftigungsentwicklungen der liechtensteinischen Wirtschaft. Die KOFL hat in diesem Rahmen mit der Entwicklung eines für Liechtenstein geeigneten Analyseinstrumentariums begonnen.

In der Konjunkturforschung wird die „Region“ im Sinne subnationaler bzw. kleinräumiger Wirtschaftseinheiten zunehmend Forschungsgegenstand. Für die Konjunkturforschung in Liechtenstein sind diese neueren Entwicklungen von Interesse. Die theoretischen Ergebnisse der neuen regionalen Konjunkturanalyse (Berücksichtigung von räumlichen Spillover) sollen in das Prognosemodell für die liechtensteinische Volkswirtschaft einfliessen und langfristig dessen Prognosegüte sichern. Insbesondere die regionalspezifische Situation Liechtensteins wird in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen sein
 

Projektzeitraum: Seit 2005

Art des Projektes: Drittmittelforschung

Projektbearbeiter: Carsten-Henning Schlag

Finanzielle Projektunterstützung durch

  • die Regierung des Fürstentums Liechtenstein (Teil der Leistungsvereinbarung)
     

 

Regionales Wachstum in der Schweiz

Das regionale, d.h. kantonale Wachstum in der Schweiz ist in den letzten Jahrzehnten sehr unterschiedlich verlaufen. Das Projekt hinterfragt die Determinanten des regionalen Wachstums in der Schweiz.

Die Resultate dienen als Benchmark für die liechtensteinische Volkswirtschaft. Darüber hinaus wird mit Hilfe ökonometrischer Tests der Frage nachgegangen, ob das kantonale Wachstum in der Schweiz durch endogene Wachstumsprozesse bestimmt wird..
 

Projektzeitraum: Seit 2007

Art des Projektes: Eigenmittelforschung

Projektbearbeiter: Kersten Kellermann, Carsten-Henning Schlag
 

 

Strukturbrüche in makroökonomischen Zeitreihen

Makroökonomische Zeitreihen sind typischerweise trendabhängig. Für die Analyse und Prognose ist es von Bedeutung, ob die Trendkomponente der Zeitreihe stochastischer oder deterministischer Art ist. Es ist bekannt, dass klassische Unit-Root Tests zu häufig die Hypothese eines stochastischen Trends nicht ablehnen, wenn ein Strukturbruch in der Zeitreihe vorliegt. In der Literatur wurden verschiedene Testverfahren entwickelt, die Strukturbrüche in Zeitreihen bei der Durchführung von Unit-Root-Test zu berücksichtigen. Im Rahmen des Forschungsprojekts soll ein methodischer Überblick erarbeitet werden und verschiedene makroökonomische Zeitreihen für die Schweizer und Liechtensteiner Wirtschaft untersucht werden. Die Ergebnisse hinsichtlich der Charakterisierung des Trends in makroökonomischen Zeitreihen kann Implikationen für die Wirtschaftspolitik liefern.
 

Projektzeitraum: Seit 2007

Art des Projektes: Eigenmittelforschung

Projektbearbeiter: Kersten Kellermann, Carsten-Henning Schlag